DREIFALTIGKEITS-APOTHEKE    ///   DIE ETWAS ANDERE APOTHEKE  ///  MAG. GOTWALD THURNER
 
CHEFECKE DER DREIFALTIGKEITS-APOTHEKE




Es wird ein Wein sein und wir werden "nimma" sein...

Ein altes Wienerlied, und doch hat es für mich eine so berührende aussage: das vergehen oder härter ausgedrückt, das sterben und der wein, mit dem man doch frohsinn, geselligkeit, ja das leben verbindet. Ich als apothekerin liebe den wein, weil er so schön rot sein kann, weil sicher so manches leiden durch den vernünftigen umgang mit diesem trank gelindert, vermieden werden kann und weil der wein die seele berührt.
Die geschichte des weins beginnt im orient vor ca. 8000 jahren. Dort gibt es einen ort, Schiraz, wo angeblich auch die weinkultur, die behandlung der trauben bis zum wein, den ursprung haben soll. Alle grosskulturen, Ägypter, Griechen, Römer, Perser, haben sich mit dem wein beschäftigt und ihm mehr oder weniger bedeutung gezollt. Dichter haben über den wein geschrieben, religionen kennen die wunderbaren eigenschaften des vergorenen rebensafts und ich möchte fast sagen, dass die wertschätzung des weins als kulturgut und heilmittel und vielleicht auch die grosse mühe und erfahrung, welche zur weinerzeugung notwendig sind, die völker gehindert hat, des weines wegen kriege zu führen.
Die moderne high tech medizin kann viel heilen und lindern, aber welches medikament hat schon eine seele berührt?
Bereits 1819 hat der Irische arzt Samuel Black festgestellt, dass die Franzosen, obwohl diese fettreich essen und viel wein trinken, weniger oft an herz-kreislauferkrankungen kurz KHK, leiden als zb. die Engländer. Seit 1992 hat das kind auch einen namen, das Französische Paradoxon! Natürlich liegen jetzt genaue untersuchungen des weins und dessen wirkung auf menschl. zellen vor. Das ergebnis ist folgendes: ein bestimmter bestandteil von rotwein, die POLIPHENOLE, wirkt bremsend auf die produktion von Endothelin. dieses ist ein peptidhormon, dessen vasokonstriktorische (gefässverengende) wirkung ca. 100 mal höher ist als die von Noradrenalin (Blutdruck!). reich an Poliphenolen sind Süßfranzösische und Kalifornische trauben (v.a. Cabernet-Sauvignon). Man hat herausgefunden, dass je länger die trauben mit haut und kernen vergoren werden (min. 9 bis 10 tage), umso stärker ist die konzentration an Polyphenolen. Jetzt gibt es einen beweis, dass der wein auch schützt und heilt und wenn man sich noch an Paracelsus hält: die dosis mach die wirkung, dann sollte man sich doch auf ein glaserl in ehren freuen!




 




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